Die Hügel von Yirgacheffe

Auf der Suche nach exklusiven Kaffees kommt man um Yirgacheffe in Äthiopien nicht herum. Zwar offiziell Teil der Sidamo-Region, ist Yirgacheffe doch eine eigene Mikroregion, die für ihren guten Kaffee bekannt ist.

„Gartenkaffee“ in großer Höhe

Auf den Hügeln Yirgacheffes wächst dichter Wald, so dass man hier als Betrachter aus der Ferne keine Bewohner und erst recht keine Landwirtschaft vermutet. Und doch sind die Hügel dicht besiedelt und mit Häusern und kleinen Dörfern übersät. Den Kaffee, der hier auf Höhenlagen von 2000 Metern wächst, bezeichnet man oft als „Gartenkaffee“, da der Anbau kleinteilig organisiert ist. 26 Genossenschaften repräsentieren 43.794 Landwirte, die auf etwa 62.000 Hektar Kaffee anbauen.

In Äthiopien leben etwa 85% der Menschen in ländlichen Regionen und verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Landwirtschaft. Typische Unterkünfte sind die runden Lehmhütten, die man als Familie bewohnt und die aus europäischer Perspektive bescheiden wirken. Die Menschen hier bauen vor allem Getreide und Kaffee an.

Die Vielseitigkeit der „falschen Banane“

Die Kaffeegärten sind in der Regel zwischen einem halben und eineinhalb Hektar groß. Gemeinsam mit der Kaffeepflanze pflanzen die Bauern hier häufig einen großblättrigen Baum, der dem Kaffee den notwendigen Schatten spendet. Die großen Blätter der sogenannten „falschen Banane“ dienen außerdem als Material für Dächer. Aus dem dicken Stamm der Pflanze gewinnen die Menschen hier ein nahrhaftes Mehl und eine fermentierte Paste, die in der südäthiopischen Küche zu den Grundzutaten gehören.

Erntezeit – gewaschen oder getrocknet?

In Yirgacheffe erntet man ein Mal pro Jahr. Bei dieser Haupternte gibt es normalerweise vier Durchgänge. Der überwiegende Teil dieser Ernte wird gewaschen. Allerdings gibt es auch immer wieder kleine Mengen sonnengetrockneten Kaffees (Natural) aus Yirgacheffe. Den letzten Erntedurchgang verwenden die Bauern für Natural Kaffee – die geernteten Bohnen trocknen dabei auf sogenannten „afrikanischen Beeten“ und werden dann, meistens von den hier arbeitenden Frauen, von Hand sortiert.

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