Die Mokkakanne – seit es sie gibt ein Ausdruck italophiler Lebensfreude! Wir lieben sie auch, aber um wirklich guten Kaffee zuzubereiten, sollte man ein paar Dinge beachten. Das Fabrikat der Kanne ist eigentlich unerheblich, jedoch würde niemand abstreiten, dass das einzige Original jene von Bialetti ist. Wurde sie über Jahrzehnte praktisch unverändert aus Aluguss erzeugt, gibt es sie inzwischen auch in Edelstahl. Das macht sie nicht nur nutzbar auf Induktionsherden, manche behaupten auch, es sei gesünder. Wie immer beim Kaffee spielt auch das Wasser eine wichtige Rolle. Hier sollte es nicht nur gefiltert sein, sonder auch heiss. Das mag jetzt überraschen, es ist aber so, dass wenn das Kaffeepulver sich im trockenen Siebträger zu lange erhitzt, der Kaffee tendenziell bitter wird, da er „nachröstet“. Der Kaffee selbst muss selbstverständlich ein sehr guter sein. Am besten handwerklich trommelgeröstet vom Kaffeeröster Ihres Vertrauens (ein kleiner Tipp: Der „Riviera“ von Kanzi Kaffee eignet sich aufgrund seines 100% Arabica Blends und seiner italienischen Röstung besonders!). Den Kaffee mittelgrob (5-6 bei einer 10 teiligen Skala) mahlen und den Siebträger – ohne den Kaffee zu pressen – füllen und glattstreichen. Danach die Mokkakanne zuschrauben und auf die Hitzequelle stellen. Sobald der Kaffee gleichmässig fliesst von der Hitzequelle nehmen. Wenn kein Kaffee mehr kommt die Kanne mit einem feuchten Tuch abkühlen, um den Brühvorgang zu stoppen. Fertig!

So weit so gut, aber jetzt kommt der Spezialtipp meiner Tante aus Pontebba: Wenn Sie die ersten Tropfen Kaffees, die aufsteigen mit Zucker schaumig rühren und die so entstandene Masse in Ihre Espressotasse geben und danach mit dem Kaffee aufgiessen, entsteht auf Ihrem Kaffee eine herrliche süsse Crema.